Keller entrümpeln, aber richtig: 10 Tipps! Teil 2

Keller entrümpeln, aber richtig 10 Tipps! Teil 2

Es ist soweit. In „Kostüm“ und hoch motiviert kann es ans Werk gehen. Seien Sie dennoch realistisch. Je nach Größe des Kellers und Menge der angesammelten Sachen, wird es Stunden oder den ganzen Tag dauern Ihren Keller zu entrümpeln. Vergessen Sie bei Ihrer Mission nicht das Trinken. Sie brauchen Energie und Kraft. Freuen Sie sich über jeden Schritt, den Sie geschafft haben. Schließlich entrümpeln Sie den Keller, der Ihre „Schätze seit langer Zeit behütet“. Zunächst stellen Sie die Behälter für den Abfall (Altpapier, Glas, Altkleider, kaputte Gegenstände der jeweiligen Sperrmüll-Kategorie, Gelben Sack, Restmüll) vor dem Keller bereit. Bevor Sie jetzt endgültig starten fotografieren Sie das Durcheinander.

Entrümpeln Sie Ihren Keller, JETZT!

6. Keller komplett ausräumen: Stellen Sie alles raus, ohne Rücksicht, was später wohin gehört. Wenn alle mitmachen geht es ganz fix.

7. Keller putzen und Regale aufstellen: Schwingen Sie Staubwedel und Lappen. Machen Sie dabei eine gute Figur, denn mit Spaß fällt alles leichter. Während einer den Keller putzt können die anderen schon beginnen alles, was eindeutig einer Gruppe zuzuordnen ist auf den entsprechenden Stapel, bzw. in die passenden Behälter zu legen. Überprüfen Sie ob die alten Regale einer Reparatur bedürfen oder strategisch besser aufgestellt werden können. (Abstand von der Tür, falls ein Fenster vorhanden ist, zum Lüften zugänglich lassen). Falls Sie vorher keine Regale hatten stellen Sie die jetzt die Neuen auf.

8. Alles sortieren: Das „Herzstück“ der Entrümpelung wartet auf Sie. Der saubere Keller ist bereit die Gegenstände, die er bewahren soll, geordnet nach Kategorie, aufzunehmen. Die anderen Sachen finden höchstens noch vorübergehend einen Platz:

  • Was findet in der Wohnung einen würdigeren Platz?
  • Was ist kaputt und lohnt sich repariert zu werden?
  • Was soll weiterhin im Keller bleiben? (Eine Erinnerungskiste ist erlaubt)
  • Was nicht mehr gebraucht wird, aber noch voll funktionsfähig ist! Die 1-Jahres-Regel sowie die Verschenk-Frage beachten.
  • Wenn Sie sich bei Sachen unsicher sind, eröffnen Sie einen „Ich weiß nicht-Stapel“. Darauf achten, dass er nicht übermäßig anwächst.
  • Was Ihnen nicht gehört und zurückgegeben werden muss!
  • Was endgültig entsorgt werden kann legen Sie in die dafür bereit gestellten Behälter!

9. Die verschiedenen Stapel und Kisten bearbeiten: Nehmen Sie ihren vorbereiteten Zettel, wer das Verschenken, Verkaufen und entsorgen übernimmt, zur Hand. Auf dieser Grundlage können Sie die verpflichtende Liste schnell erstellen. Wer kümmert sich konkret um welche Gegenstände und wann soll alles erledigt sein? Diesen Zettel hängen Sie nachher, an ein für alle gut sichtbaren Ort in der Wohnung oder im Haus, auf. Es ist ein gutes Gefühl, einen Punkt nach der Abwicklung von der Liste zu streichen. Außerdem können alle Beteiligten sehen, ob die Angelegenheit in der vorgegeben Zeit ausgeführt wurde. Setzen Sie auch das, was heute umgesetzt werden kann auf die Liste. So können Sie am Ende schon einiges durchstreichen. Das motiviert Sie alle für den Rest, der noch offenen Arbeiten.

  • Was in der Wohnung besser aufgehoben ist tragen Sie gleich dorthin.  Auch auf die Gefahr, dass Sie öfter gehen müssen zelebrieren Sie den ersten freien Platz im Keller, das schafft gute Laune.
  • Was soll repariert werden? Können Sie es selbst oder muss ein Profi ran? Auch hierbei aufschreiben wer, was, wann erledigt. Legen Sie einen machbaren Zeitraum fest. Ein bis zwei Wochen liegen im Rahmen.
  • Für die Gegenstände, die im Keller bleiben sollen schaffen Sie ein System, welches Ihrem Ordnungssinn gerecht wird (Werkzeug, Vorräte, Wintersachen, Sommersachen, Dekorationsgegenstände usw.). Erstens finden Sie alles schnell wieder und zweitens können Sie die Sachen beim nächsten Ablegen sofort zuordnen. Beschriften Sie die Kisten entsprechend. Was Sie nicht mehr gebrauchen können teilen Sie auf: Verschenken, Verkaufen, Spenden
  • Den Müll, Altpapier,  Glas usw. endgültig in die entsprechenden Tonnen entsorgen. Die Abfall-Entsorgung funktioniert überall verschieden. Nutzen Sie unsere Datenbank und Ihren Abfallkalender. Es kann sein, das einige Fraktionen noch im Keller lagern müssen bis sie zur Abholung an den Straßenrand gestellt werden können. Schadstoffe können z.B. nur zu bestimmten Tagen zu einem Mobil gebracht werden oder Sie müssen zum Recyclinghof fahren. Ist ein Sperrmülltermin abzuwarten, stellen Sie die zu entsorgenden Gegenstände (Möbel, Waschmaschine o.ä.) in die Mitte des Kellers, falls es keine andere Möglichkeit der vorübergehenden Aufbewahrung gibt. Für die zukünftig zu entsorgenden Schadstoffe (z.B. Aceton oder Beize) stellen Sie einen geschlossenen Behälter in der Wohnung oder im Haus bereit. Notieren Sie sich die Entsorgungstermine im Kalender. Damit verhindern Sie, dass sich Berge ansammeln. Das gilt übriges auch für Batterien. Die können Sie gleich in den Einkaufskorb legen und beim nächsten Einkauf in die aufgestellten Boxen im Geschäft entsorgen. Kaputte LED-Lampen gehören zum Elektroschrott.
  • Artikel, die Sie zurückgegeben müssen platzieren Sie im Eingangsbereich der Wohnung oder des Hauses. Wenn möglich noch am gleichen Tag zurück geben. Ansonsten auch hier festlegen wer, was, wann zurückgibt. Setzen Sie eine kurze Frist – spätestens in 3 Tagen.
  • Den „Ich weiß nicht“-Stapel überarbeiten. Bleibt noch etwas übrig, kein Problem. Beschriften Sie Kiste und legen einen Termin für eine erneute Durchsicht in 3 Monaten fest!

10. Genießen Sie das Ergebnis! Freuen Sie sich über die gelungene Arbeit. Sie haben Platz geschaffen und die Geister des Chaos erfolgreich vertrieben. Machen Sie das Nachher-Foto, bevor Sie die Sachen in den Keller stellen, die vorübergehend hier noch Asyl finden müssen. Es ist Zeit für die Belohnung.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Aufräumen, Sortieren und Entrümpeln.

»Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche.« Sokrates

Wenn Sie sich diese Tipps zu Herzen nehmen, können Sie ihren Keller in einen gut sortierten Raum verwandeln. Der Platz wird bestens genutzt und Krempel und Stolperfallen haben keine Chance mehr. Das soll noch lange anhalten oder? Sie haben den Keller nicht entrümpelt, nur um Platz für Neues zu schaffen, sondern um später alles leicht wiederzufinden und sich so das Leben angenehmer zu machen. In Zukunft, bevor Sie einen Gegenstand in den Keller, die Abstellkammer oder die Garage bringen, fragen Sie sich ehrlich, ob Sie diesen tatsächlich irgendwann wieder brauchen werden. Wenn Sie sich diese Frage stellen, sammelt sich automatisch weniger an und Sie brauchen sich nicht wieder von Neuem mit entrümpeln, aufräumen oder ausmisten auseinandersetzten. Denn das Chaos hat Sie aufmerksam gemacht etwas zu verändern. Denken sie darüber nach, ob es nicht sein könnte, dass nicht Sie die Dinge besitzen, sondern das es sich vielleicht umgekehrt verhält? Zu lernen sich von unnötigen Gegenständen zu trennen und nicht gleich wieder Neue zu beschaffen, sondern bewusst zu verzichten, ist kein Notstand, sondern ein Reichtum. Auch wenn es für manche von Ihnen zu „psycho“ klingt, aufräumen und lernen zu verzichten, schafft Ihnen mehr Platz und Raum für Ihre Kreativität und Ihr Leben.

Hier noch mal die 10 Tipps zum Keller entrümpeln im Überblick:

1. Termin festlegen!

2. Alle machen mit!

3. Belohnung ausdenken!

4. Grundausstattung besorgen!

5. Aufgaben für danach aufteilen!

7. Keller putzen und Regale aufstellen!

8. Alles sortieren und in die Kisten, Behälter und Kartons verstauen!

9. Die verschiedenen Stapel und Kisten bearbeiten!

10. Genießen Sie das Ergebnis!

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