Grillen ohne Mülllawine

grillen ohne mülllawine

Jährlich das gleiche Schauspiel: die erste laue Sommernacht – und schon erwachen Grillgerät, Holzkohle, Grillbriketts und Grillanzünder aus ihrem Winterschlaf und lösen eine wahre »Grilllawine« aus – Grillen was das Zeug hält.

Rauschendes Grillfest mit einem Berg aus Müll?

Doch muss unsere Lust auf Grillen und geselliges Beisamensein auch mit einer Mülllawine enden, bei der unsere Umwelt nichts mehr zu lachen hat? Denn leider bleibt nach der ausgelassenen Grill-Party immer noch ein riesiger Berg nutzlosen Abfalls zurück – Einwegteller, -becher und -besteck, Alufolie, Dosen und  Verbundkartons. Ich weiß es nervt und kostet vielleicht auch etwas mehr Zeit, aber sich zumindest  einmal Gedanken zu machen, wie es mit unserer Umwelt weiter gehen soll, kann nicht schaden. Auch wenn wir uns immer wieder fragen, ob sich das alles wirklich lohnt, wo doch scheinbar sowieso ein großer Teil der Menschen, auch weltweit gesehen, sich nicht fragt in welcher Welt wir leben wollen. Vielleicht mal ein Versuch starten?

Es geht auch anders: Abfallarmes Grillen ohne Mülllawine!

  • Statt bunter Einwegpappteller und -becher wiederverwendbares Geschirr benutzen, z.B. Porzellanteller und Trinkgläser.
  • Das gleiche gilt für’s Besteck: Plastik hat hier nichts zu suchen. Geschirr und Besteck werden verliehen von Brauerreien, Getränkemärkten, Partyausstattern und professionellen Geschirrverleihern – oftmals nur gegen     eine geringe Gebühr, manchmal sogar kostenlos! Oder fragen Sie doch einfach mal im Freundeskreis oder bei netten Nachbarn, die Ihnen sicherlich gerne mit Geschirr und Besteck aushelfen. Hier gilt: Eßkultur vor Bequemlichkeit!
  • Für größere Grillfeste kann auch ein sogenanntes Spül- bzw. Geschirrmobil ausgeliehen werden. Hierbei werden Spülmaschine, Geschirr, Besteck sowie Gläser gleich zusammen angeboten. Und die Leihgebühr liegt meist unter den Anschaffungskosten für die »Plastikbewirtung«!
  • Beim Fleisch auf regionales oder gar Biofleisch zurückgreifen. Das gleiche gilt für Brot und Gemüse.
  • Ob nun Bier, Wein, Saft, Cola, Limo oder Wasser – Getränke bitte nur in Mehrwegflaschen kaufen!
    Portionspackungen mit Senf, Ketchup oder Mayo können durch nachfüllbare Spender (z.B. Senfpumpe oder   Quetschflasche) ersetzt werden. Leckere Grillsaucen und Dips kann man auch selber zubereiten.
  • Schon beim Einkauf der dargebotenen kulinarischen Genüsse an Abfallvermeidung denken. Abfallarm verpackte Lebensmittel und sonstige »Zutaten« bevorzugen.
  • Bei unvermeidbaren »Abfallprodukten« auf deren Umweltfreundlichkeit und mögliche Wiederverwertbarkeit achten. Also – wenn schon Papierservietten, dann aus Recyclingpapier.
    Und Einwegflaschen von Sekt und Hochprozentigem oder Fertigsaucen anschließend in die Glassammlung.
  • Auch die Festdekoration sollte stets unter Umweltgesichtspunkten ausgewählt werden. Die ersten Sommerblumen als Dekoration passen doch am besten!

Also: Die nächsten Grill-Feste bitte ohne Plastikreste!

PS: Veganer bemängeln garantiert, dass ich das Fleisch essen überhaupt noch erwähne. Aber ich denke die Dinge in kleinen Schritten zu ändern, ist nachhaltiger als alles auf einmal zu wollen und am Ende, dann keinen Schritt voran zu kommen. Mir jedenfalls fällt es leichter, mich auf eine oder zwei kleinere Dinge zu konzentrieren und diese in meinen Alltag zu verändern. Schritt für Schritt, denn eine nachhaltige Lebensweise ist ein ständiger Prozess.