Dreh mal den Hahn zu! Wasser sparen im Haushalt!?

Wasser sparen im Haushalt - Mach den Hahn zuBild: Michael Ottersbach, pixelio.de

Mal ehrlich, denken Sie beim Aufdrehen eines Wasserhahns, dass Sie damit in den Wasserhaushalt und so in das ökologische Gleichgewicht eingreifen? Wahrscheinlich nicht. Doch der tägliche Überfluß an frischem, klarem und sauberem Wasser ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr!

Schadstoffe aus unterschiedlichen Quellen – Überdüngung und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, industrielle und kommunale Abwässer – belasten unsere Gewässer immer mehr. Wassersparende Maßnahmen in unseren Haushalten sind ein wichtiger Beitrag zur Schonung der wertvollen Ressource Wasser. Zudem werden die Kläranlagen entlastet und der energetische Aufwand für die Wasserförderung und -aufbereitung reduziert. Und letztendlich schonen Sie auf Dauer auch Ihren Geldbeutel!
Über 140 Liter kostbares Trinkwasser verbrauchen wir pro Tag und Person, wovon gerade mal 3 bis 5 Liter zum Trinken und Kochen, also als Nahrungsmittel verwendet werden. Der »Rest« – bei einer 4-köpfigen Familie immerhin über 500 Liter täglich – wird für die Toilettenspülung, beim Baden und Duschen, zur täglichen Körperpflege, beim Wäschewaschen und Geschirrspülen, beim Putzen und für die Gartenbewässerung genutzt.

Wasser sparen – statt Waser marsch!

Toilettenspülung
Rund ein Drittel des täglichen Wasserverbrauchs im privaten Haushalt geht zu Lasten der Toilettenspülung. Stellen Sie Ihre WC-Spülung auf Sparprogramm um durch a) den Einbau eines Wasserspareinsatzes oder b) einen neuen wassersparenden Spülkasetn mit Spültaste. Hierdurch kann der Wasserverbrauch von ursprünglich 9 bis 14 Litern pro Spülgang auf 3 – 6 Liter reduziert werden!

Duschen statt Baden
Im Vergleich zu einem Vollbad spart man hier jedesmal mehr als 100 Liter Trinkwasser!

Darüber hinaus kann durch den Einbau eines Sparduschkopfes (begrenzter Wasserdurchfluß) und eines Duschstops (zum »wasserarmen« Einseifen beim Duschen z.B.) noch mehr Trinkwasser gespart werden. Der Duschunterbrecher unterbricht auf Knopfdruck den Duschvorgang – die vorher eingestellte Wassertemperatur bleibt aber erhalten. Denn wer sich unter der laufenden Dusche einseift, belastet die Umwelt gleich doppelt: durch erhöhten Verbrauch an Seife und Wasser!

Durchflußmengenbegrenzer für Waschbecken und Dusche reduzieren den Wasserverbrauch von 20 Liter pro Minute auf ca. 12 Liter je Minute. Durch das Einsprudeln von Luft bleibt der Wasserstrahl trotzdem gleichermaßen »füllig«  wie bisher.

Der Hahn tropft
Ein ständig laufender Wasserhahn bedeutet unnütze Wasserverschwendung – beispielsweise beim Waschen, Naßrasieren oder Zähneputzen!
werden!

Waschmaschine und Co
Moderne Waschmaschinen und Geschirrspüler zeichnen sich durch einen wesentlich geringeren Wasserverbrauch als ältere Geräte aus. Achten Sie beim Kauf auf besonders sparsame »Öko-Geräte«!
Reparieren Sie tropfende Leitungen und defekte Dichtungen!

Wasser für die Blumen
Auch bei der Gartenbewässerung gilt sparsamer Wasserverbrauch, um hierdurch den Rasen und viele andere Pflanzen zu einer tieferen Wurzelbildung »zu erziehen«. Nutzen Sie Regenwasser zur Gartenbewässerung (Regentonne!).

Alle gemeinsam
Besprechen Sie das Problem der Wasserverschwendung mit allen Familienmitgliedern. Ein entsprechendes Umweltbewußtsein – auch bei den Kindern – ist die wichtigste Voraussetzung für einfache Verhaltensänderungen!

 

Und die Kehrseite?

Ja es gibt sie. Inzwischen stellten Experten fest, dass zuviel Sparen von Wasser in unseren Haushalten auch eine Kehrseite hat. Denn zu wenig Wasserverbrauch sorgt für Verunreinigungen und Schäden im Wassernetz. Also halten Sie die Balance, dann ist es für Geldbeutel und Umwelt gerecht.