Spurlos genießen – Freizeit ohne Müll und Abfall

Spurlos genießen- Freizeit ohne müll und Abfall

Wie kann ich meine Freizeit ohne Müll und Abfall genießen? Wenn noch immer, gerade in Parks, an Seeen, in den Bergen oder am Meer überall Müll zu finden ist? Fragen Sie sich das auch, oder fällt es Ihnen nicht so ins Auge?

Der Wochenendtrip für Spontanurlauber

Das Wochenende ist da und das Wetter ist traumhaft. Manche lockt es in die Grünanlagen oder an den nahe gelegenen See. Andere besuchen ein Museum oder treffen sich mit Freunden und Familie im Schrebergarten. Doch viele gehen spontan einen Wochenendtrip an. Schnell sind Kinder und das Gepäck im Auto verstaut, da fällt Ihnen ein, es fehlt noch der Reiseproviant. Egal, bei der nächsten Tanke schlagen Sie zu. Auch wenn Sie es besser wissen. Doch dafür ist jetzt keine Zeit. Schließlich wollen Sie schnell in die Berge oder ans Meer. Nach ein bis zwei Stunden im Stau und einer weiteren Stunde Autofahrt sind Sie am Ziel. 😉 Fernab der Zivilisation ohne innerstädtisches Verkehrschaos in der »freien« Natur. Endlich die freie Zeit genießen. Auf geht’s zum Strand oder zur Gipfelbesteigung.

Freizeitmüll

Und dann kommt es knüppeldick! Sie sind natürlich nicht die einzigen Erholungssuchenden. Die »Zivilisation« hat Sie in Sekundenschnelle eingeholt. Denn der Müll am Wegesrand trübt Ihre Entspannung und Freude. Sie sehen leere Getränkedosen, Verpackungen von Fertigsandwichs, Gebäck und leichten Snacks. Auch Zigarettenschachteln, Glas- und Kunststoffflaschen sowie Taschentücher liegen achtlos herum. Das hatten Sie sich anders vorgestellt oder? Sie wollten Ihre Freizeit ohne Müll und Abfall genießen.
Doch der Proviant für Zwischendurch ist hergestellt für den schnellen, spontanen Genuß. Fast ausschließlich in Einwegverpackungen ohne Sorge um ein aufwendiges Entsorgen getrennt nach Wert- und Abfallstoffen. Am Ende ist leider alles »Restmüll«! Während Sie zuhause wie selbstverständlich den Abfall trennen, gilt dies beim Konsum in der Freizeit offensichtlich nicht. Stellen Sie sich ab und an die Grundsatzfrage: Ist es überhaupt sinnvoll Abfall zu trennen? 

In unserer heutigen Zeit, des immer schneller und effizienter, scheint die Sehnsucht nach Freizeit ohne jeglichen Druck größer zu werden. Die Menschen sprechen über Stress und Burnout. Egal ob jung oder alt, mit oder ohne Arbeit, für viele hat sich das Lebensgefühl verändert. Da kommen Hinweise, in der Freizeit auf die Umwelt zu achten, nicht gerade gut an. „Lasst mir meinen Coffee-to-go“ oder „Auf die eine Kippe kommt es nicht an!“, sind Sätze, die ich höre. Ich kann das verstehen. Irgendwie sind wir alle damit beschäftigt unseren Lebensstandard wenigstens zu halten oder im besten Fall natürlich zu erhöhen. Gerade wenn

Freizeit unterwegs im Auto

Viele holen sich einen Snack für unterwegs, auf dem Nachhauseweg nach Feierabend oder auf dem Weg ins Grüne am Wochenende. Beim Tanken inspizieren Sie das umfangreiche Warenangebot der Tankstellenkioske. Auch durch geschickt angebrachte Werbetafeln sind Ihre Gelüste geweckt. Tankstellen gleichen mittlerweile kleinen Süßwaren- und Getränkesupermärkten.
Der Abfall, der angepriesenen Leckereien landet häufig auf Autobahnen, am Straßenrand oder auf Rastplätzen. Und beim nächsten Trip ins Wochenende begegnen Sie genau diesen Resten. Wobei das absurd scheint. Alle wünschen sich Entspannung in sauberer Landschaft und nur wenige sorgen dafür. Freizeit ohne Müll und Abfall zu genießen, hat auch mit der Freiheit zur Verantwortung zu tun.

Der Snack für Zwischendurch

In der Mittagspause bleibt vielen nicht die Zeit zu entspannter »Nahrungsaufnahme« schon gar nicht für ein gemütliches Essen zu Hause. Selbst beim shoppen in der Freizeit muss es schnell gehen. Die Alternative für Zeitlose ist allgegenwärtig. Der Imbiss im Schnellrestaurant, am Pizzastand auf der Straße oder bei diversen Fischhappenanbietern. Schnell zu bekommen, schnell zu essen, alles ohne großen Zeitverlust. Die Folge: Neben einem strapazierten Magen ein riesiger Berg von Einweggeschirr, Getränkedosen und Papierservietten. Abfall ohne Ende in den öffentlichen Papierkörben, die meist kurz vor dem Bersten sind.

Die Alternative – Freizeit ohne Müll und Abfall

  • Schon beim Einkauf für den Wochenendtrip unverpackte Lebensmittel oder Mehrwegverpackungen bevorzugen; Reiseproviant wie Butterbrote, Salate oder Baguettes schmecken selbst zubereitet viel besser.
  • Nutzen Sie wiederverwendbaren Butterbrotdosen.
  • Achten Sie beim Kauf von Snacks und Getränken in Tankstellenkiosken und an Buden auf Mehrwegverpackungen.
  • Unvermeidbarer Müll gehört nicht in die Landschaft. Nutzen Sie die Entsorgungsangebote vor Ort. Wenn die zu voll sind, nehmen Sie Ihren Müll einfach mit nach Hause und entsorgen ihn dort.
  • Getrennte Wertstoffsammlung hört nicht in der Freizeit auf. Achten Sie auch hier auf die separate Entsorgung von Papier, Glas und anderen Verpackungen.

Wie wäre es für die kleine Mahlzeit während der Arbeitszeit frisches Obst, Butterbrote oder leichte Salate von zuhause mitzubringen? Das ist nicht nur gesünder als Pommes mit Currywurst, Pizza, Süßes oder Fertiggerichte, sondern spart garantiert Kosten. 😉

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